Am Freitag 07.02.2020 bieten wir von 13:30 – 15:30 Uhr eine molekularbiologische Exkursion an. Zielgruppe sind v.a. die Teilnehmer/innen der AG Molekularbiologie, darüber hinaus stehen 6 weitere Plätze für interessierte Schüler/innen des Freiburg-Seminars zur Verfügung.

Inhalte

In diesem Versuch werden E. coli-Zellen mit dem Plasmid pGLO transformiert. Unter Transformati-on versteht man die Aufnahme von DNA in Bakterienzellen. Da auf diese Weise kann das Genom gezielt verändert werden kann, wird diese Methode in der Gentechnik angewandt.

Zunächst müssen die Bakterienzellen in einen Zustand überführt werden, der es ihnen ermöglicht, von außen zugeführte DNA (hier: Plasmid-DNA) in die Zelle aufzunehmen. In diesem Fall spricht man von Kompetenz der Zellen. Diese Kompetenz kommt zum einen natürlich vor, zum anderen kann sie künstlich hergestellt werden, z.B. über die CaCl2-Methode. Das Calcium-Ion ist zweifach positiv geladen und kann zwei Phospholipide über Ionenkräfte mit-einander verbinden. Dadurch und durch die Abkühlung auf Eis wird die Membran unbeweglicher. Au-ßerdem ist die CaCl2-Lösung hypertonisch, d.h. die Zellen schrumpfen, weil sie Wasser verlieren.

Da Plasmid-DNA (wie jegliche DNA) wegen der Phosphat-Gruppen negativ geladen ist, verbinden die positiv geladenen Ca-Ionen diese negativen Phosphat-Gruppen, und die Ausmaße des Plasmids ver-ringern sich erheblich, sodass das Plasmid wesentlich leichter aufgenommen werden kann. Der anschließende Hitzeschock ist für die Bakterien lebensbedrohend, und der Temperaturunterschied lässt sie anschwellen. Dadurch gibt es Löcher in der Membran, sodass ihr Unterdruck Wasser inklusive Plasmid einsaugt. Die Transformation ist erfolgt, und einige Bakterien überleben diese Prozedur. Da das Plasmid ein Gen enthält, das die Bakterien gegen das Antibiotikum Ampicillin resistent werden lässt, spricht man auch von einem Markergen: nur die Bakterien, die transformiert wurden, können auf dem Nährstoffmedium mit Ampicillin wachsen.

Details und Anmeldung

… wie immer auf der Exkursionsseite der Lern- und Verwaltungsplattform.

Am Montag, den 03.02.2020 um 19.00 Uhr findet der vierte Vortrag im Freiburg-Seminar statt.  Referent ist Prof. Dr. Björn Kampa, Technische Hochschule Aachen, der Vortrag trägt den Titel „Dem Gehirn bei der Arbeit zusehen – Die Optophysiologie eröffnet neue Wege zur Erforschung des Gehirns“.

Die Entwicklung optischer Methoden zur Manipulation und Messung von neuronaler Aktivität eröffnet neue Wege zur Erforschung des Gehirns. Das Gehirn besteht aus einem komplexen Geflecht von vielen verschiedenen Neuronen, die durch Spannungspulse miteinander kommunizieren. Wie darin Information verarbeitet und gespeichert werden kann oder wie diese Netzwerke Entscheidungen treffen können, liegt nach wie vor im Dunkeln. Mithilfe fluoreszierender Proteine und moderner optischer Methoden können Neurone und deren Verschaltungen auch im intakten Gehirn sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus ist die abgestrahlte Fluoreszenz abhängig von der Aktivität der Neurone. Deren kurze Spannungspulse führen zu einem Aufblinken, das dann optisch erfasst werden kann. Zusammen mit der Entwicklung neuer Optiken können nun tausende Neurone gleichzeitig untersucht werden. Dies erlaubt es, dem Gehirn bei der Arbeit zuzuschauen und die Prozesse zur Informationsverarbeitung und Steuerung der Entscheidungen und Bewegungen besser zu verstehen. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die neuen Möglichkeiten sowie aktuelle neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Optophysiologie.

Ort, nähere Details und Anmeldung wie immer auf der entsprechenden Seite in der Lern- und Verwaltungsplattform.

 

Liebe Schülerinnen und Schüler,

aus gegebenem Anlass wird der Vortrag von Herrn Prof. Frank Schäfer abgesagt.

Nach Plan wird er im nächsten Schuljahr nachgeholt.

Viele Grüße

Eure Seminarleitung

 

______

 

Am Dienstag, den 24.03.2020 um 17.30 Uhr findet der Vortrag von Prof. Dr. Frank Schäfer (EMI – Fraunhofer-Institut) mit dem Titel „New Space: Die Revolution in der Raumfahrt“ statt.

ORT
Großen Seminarraum
Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik
Ernst-Zermelo Straße 4
79104 Freiburg

Die Anmeldeseite wird ca. eine Woche vor dem Vortrag freigeschaltet. Eine Anmeldung ist zwingend notwendig, da beim Institut eine Einlasskontrolle stattfinden wird.

Dies ist der fünfte Vortrag in diesem Schuljahr. Ab Klasse 9 müssen insgesamt 3 der 6 Vorträge besucht werden um ein Zertifikat zu erhalten.

Das Institut liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs Freiburg bzw. nahe der Richard-Fehrenbach-Schule. Eine Anfahrtsbeschreibung findet Ihr hier: https://freiburg-seminar.de/wp-content/uploads/2018/11/EMI-Freiburg_Anfahrt_FR_online_D.pdf

Der Vortrag erfolgt auf Deutsch und ist für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 geeignet.

Wir möchten Euch alle zu diesem sehr faszinierenden Vortrag herzlich einladen!

Finn Liebner aus der AG Mikrocontroller und Automatisierung von Herr Wolfgang Wolff vom Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten gewann mit seinem Projekt zur Datenübertragung mit Hilfe von Licht den Technologie-Wettbewerb „Invent a Chip“. Das berichtet auch die Badische Zeitung in ihrem Artikel Siegreiches Datenleuchten.

Der Wettbewerb „Invent a Chip“, an dem 3.000 Schulen teilnahmen, wurde vom Bundesforschungsministerium und Elektrotechnikverband VDE ausgeschrieben.